Debatte um Umweltreferat verhindert: AfD-Fraktion kritisiert Absetzung ihres Antrags Ingolstadt

Nach einer hitzigen Diskussion in der gestrigen Sitzung des Ingolstädter Stadtrats ist der AfD-Antrag zur Streichung des geplanten Umweltreferats von der Tagesordnung abgesetzt worden. Begründet wurde dies mit dem Hinweis darauf, dass es angeblich keine neuen Entwicklungen in Bezug auf das Referat gäbe und der Antrag somit nicht den formalen Kriterien einer Dringlichkeit entspräche. Aus Sicht der AfD-Fraktion greift diese rein formale Sichtweise jedoch zu kurz, da sie die tatsächliche Dynamik der letzten Wochen ignoriert. Der Rücktritt von Petra Kleine von ihrer Kandidatur als Leiterin hat die Situation und die politische Grundlage des Projekts nachhaltig verändert. Auch wenn das Verfahren nun formal mit einer angepassten Ausschreibung weiterläuft, deren Bewerbungsfrist noch bis zum 10. Juli gilt, ist die ursprüngliche Planung in sich zusammengebrochen. Eine Fortführung des Prozesses ohne erneute inhaltliche Debatte wird der Lage nicht gerecht. Wieder einmal zeigt sich hier, wie Themen, die unseren Bürgern angesichts der angespannten Haushaltslage auf den Nägeln brennen, mit Verweis auf formale Hürden beiseitegeschoben werden. Die AfD-Stadtratsfraktion wird bei dem Thema weiter nicht locker lassen und die kritische Stimme im Ingolstädter Rathaus bleiben. Das liegt im besten Interesse unserer Bürger. Grobe Fehlentscheidungen wie die Einrichtung eines solchen Umweltreferats und die Schaffung teurer sowie unnötiger Doppelstrukturen dürfen nicht einfach kommentarlos durchgewunken werden.

 

26. Juni 2026|

Fragestunde der Stadtratssitzung am 24.06.2026: Fragen zur Sanierung der südlichen Ringstraße

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Kern,

anbei nachfolgende Fragen mit der Bitte um Beantwortung.

  1. Bis wann ist mit der Sanierung der südlichen Ringstraße zu rechnen?
  2. Kann die Kostenschätzung – auch angesichts steigender Grundstoffpreise – eingehalten werden?
  3. Falls die Kostenschätzung nicht eingehalten werden kann, woher kommen die benötigten Mehrmittel in der aktuellen haushaltslosen Zeit?

Mit freundlichen Grüßen im Namen der AfD-Stadtratsfraktion

 

zum Dokument als PDF

 

19. Juni 2026|

Fragestunde der Stadtratssitzung am 24.06.2026: Fragen zum möglichen Wegfall der ICE/IC-Anbindung Ingolstadts

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Kern,

laut einer Studie der Bahngewerkschaft EVG (Stand: Juni 2026) droht Ingolstadt mit derzeit 50 täglichen Fernzügen der vollständige Verlust seiner IC- und ICE- Verbindungen, sofern das italienische Bahnunternehmen Italo ab 2028 die Hauptstrecken München–Dortmund und München–Hamburg bedient und die Deutsche Bahn infolgedessen ihre Quersubventionierung sekundärer Strecken aufgeben muss. Zu diesem Vorgang bitten wir um die Beantwortung nachfolgender Fragen:

  1. Welche Auswirkungen könnte o.g. Sachverhalt auf den Industriestandort Ingolstadt, dessen Fachkräfte sowie Wohnungsmarkt auch u.a. laut Folgeabschätzungen oder Studien haben?
  2. Ist die Stadt Ingolstadt Mitglied einer kommunalen Initiative oder eines Städtebündnisses, das sich für den Erhalt des Schienenfernverkehrs in der Fläche einsetzt und hat die Stadt Ingolstadt gegenüber dem Bundesverkehrsministerium, der Bundesnetzagentur, der Deutschen Bahn AG oder dem Freistaat Bayern bislang Stellung bezogen oder schriftlich interveniert, um die Fernzuganbindung Ingolstadts zu sichern – und wenn ja, in welcher Form und mit welchem Ergebnis?
  3. Hat die Stadt Gespräche mit dem Bayerischen Verkehrsministerium, dem MVV oder der DB Regio über eine mögliche Taktverdichtung oder alternative Schienenanbindungen aufgenommen, die im Falle eines Fernzugausfalls als Übergangslösung dienen könnten?

 

Mit freundlichen Grüßen im Namen der AfD-Stadtratsfraktion

 

zum Dokument als PDF

 

 

16. Juni 2026|

Dringlichkeitsantrag zur Stadtratssitzung am 24.06.2026: Aussetzung der Erhöhung der Kita-Mittagessensgebühren und Prüfung alternativer Einsparoptionen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Kern,

Der Stadtrat wolle beschließen:

  1. Die geplante Anhebung der Gebühren für das Mittagessen in den Kindertagesstätten von derzeit 4,00 Euro auf 5,00 Euro pro Mahlzeit wird ausgesetzt.
  2. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, vor einer Neufestsetzung der Gebühren alternative Einsparoptionen im städtischen Haushalt zu prüfen und dem Stadtrat vorzulegen.
  3. Sollte nach Ausschöpfung aller Einsparpotenziale eine Anpassung unumgänglich sein, wird die Gebühr auf maximal 4,50 Euro pro Mittagessen begrenzt.

Begründung:

Die geplante Erhöhung um einen vollen Euro pro Mahlzeit bedeutet für eine Familie mit zwei Kindern eine jährliche Mehrbelastung von rund 480 Euro. Dies entzieht den Bürgern – insbesondere Leistungsträgern und einkommensschwachen Haushalten – spürbar Kaufkraft im Alltag. Dieser Kaufkraftverlust drosselt den Konsum im lokalen Handel und Handwerk, was wiederum die kommunalen Steuereinnahmen schmälert.

Finanzpolitisch erweist sich die Maßnahme somit als Nullsummenspiel für den städtischen Haushalt. Bevor reflexartig auf Kosten der Familien gespart wird, müssen prioritär Einsparpotenziale in anderen Haushaltsbereichen (wie etwa bei freiwilligen Ausgaben für kommunale Klimaschutzmaßnahmen) ausgeschöpft werden.

Mit freundlichen Grüßen

MdL und Stadtrat Oskar Lipp                                  Günter Schülter, Stadtrat
Fraktionsvorsitzender                                                Fraktionsvorsitzender

MdB Lukas Rehm                                                         Ulrich Bannert
Stadtrat                                                                           Stadtrat

Dr. Felix Wachter                                                         Eva Susanka
Stadtrat                                                                           Stadträtin

Thomas Schmidt                                                          Ilse Ziegler
Stadtrat                                                                          Stadträtin

 

zum Antrag als PDF

 

 

12. Juni 2026|

Dringlichkeitsantrag zur Stadtratssitzung am 24.06.2026: Keine Weiterverfolgung der Schaffung eines neuen sog. Umweltreferats

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Kern,

Der Stadtrat wolle beschließen:

Die Absicht, ein neues Umweltreferat zu schaffen, wird nicht weiterverfolgt.

Begründung:

In anderen Referaten ist bereits das fachlich ausgebildete, gut qualifizierte und mit der vorhandenen Materie bestens vertraute Personal vorhanden.

Im Vergleich mit anderen deutschen Städten haben größere Städte ebenso anstatt eines Umweltreferats „nur ein Umweltamt“.

Mit der Einrichtung eines neuen Umweltreferates schaffen wir eine unnötige und vor allem eine sehr teure Doppelstruktur. Statt Entbürokratisierung leisten wir uns ein neues Bürokratiemonster mit zusätzlichen hohen finanziellen Verpflichtungen.

Die Stadt Ingolstadt muss aufgrund der katastrophalen finanziellen Lage an allen Ecken und Enden sparen. Deshalb ist es gegenüber den Ingolstädter Bürgern verantwortungslos ein neues, teures Referat zu schaffen.

 

Mit freundlichen Grüßen

MdL und Stadtrat Oskar Lipp                                  Günter Schülter, Stadtrat
Fraktionsvorsitzender                                                Fraktionsvorsitzender

MdB Lukas Rehm                                                         Ulrich Bannert
Stadtrat                                                                           Stadtrat

Dr. Felix Wachter                                                         Eva Susanka
Stadtrat                                                                           Stadträtin

Thomas Schmidt                                                          Ilse Ziegler
Stadtrat                                                                          Stadträtin

 

9. Juni 2026|
Nach oben