Fragestunde der Stadtratssitzung am 24.06.2026: Fragen zum möglichen Wegfall der ICE/IC-Anbindung Ingolstadts
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Kern,
laut einer Studie der Bahngewerkschaft EVG (Stand: Juni 2026) droht Ingolstadt mit derzeit 50 täglichen Fernzügen der vollständige Verlust seiner IC- und ICE- Verbindungen, sofern das italienische Bahnunternehmen Italo ab 2028 die Hauptstrecken München–Dortmund und München–Hamburg bedient und die Deutsche Bahn infolgedessen ihre Quersubventionierung sekundärer Strecken aufgeben muss. Zu diesem Vorgang bitten wir um die Beantwortung nachfolgender Fragen:
- Welche Auswirkungen könnte o.g. Sachverhalt auf den Industriestandort Ingolstadt, dessen Fachkräfte sowie Wohnungsmarkt auch u.a. laut Folgeabschätzungen oder Studien haben?
- Ist die Stadt Ingolstadt Mitglied einer kommunalen Initiative oder eines Städtebündnisses, das sich für den Erhalt des Schienenfernverkehrs in der Fläche einsetzt und hat die Stadt Ingolstadt gegenüber dem Bundesverkehrsministerium, der Bundesnetzagentur, der Deutschen Bahn AG oder dem Freistaat Bayern bislang Stellung bezogen oder schriftlich interveniert, um die Fernzuganbindung Ingolstadts zu sichern – und wenn ja, in welcher Form und mit welchem Ergebnis?
- Hat die Stadt Gespräche mit dem Bayerischen Verkehrsministerium, dem MVV oder der DB Regio über eine mögliche Taktverdichtung oder alternative Schienenanbindungen aufgenommen, die im Falle eines Fernzugausfalls als Übergangslösung dienen könnten?
Mit freundlichen Grüßen im Namen der AfD-Stadtratsfraktion
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